Nachhaltigkeitsbericht 2017/18

Best Practice: Wie Lothar Sevenich und Heiko Stötzel über Generationen hinweg die Zukunft sichern

„Damit Wissen und Erfahrungen nicht in Rente gehen“ – unter diesem Slogan unterstützt die Personalentwicklung gezielt Führungskräfte beim Wissenstransfer zwischen altersbedingt ausscheidenden Mitarbeitern und deren Nachfolgern.

Mit „Transferwerk“, einer Wissenstransfermethodik der Salzgitter AG, gelingt es uns, das wertvolle Know-how unserer Ruheständler in spe nachhaltig in unserem Unternehmen zu halten. Der KHS-Personalentwicklung kommt dabei eine beratende und moderierende Rolle zu. Im ersten Schritt wird das Wissen des ausscheidenden Mitarbeiters aufgearbeitet und dokumentiert. Im zweiten Schritt wird das dokumentierte Wissen nach und nach auf den Nachfolger übertragen. Wie dieser zunächst abstrakt erscheinende Prozess abläuft, zeigen wir ganz konkret am Beispiel unserer Mitarbeiter Lothar Sevenich und Heiko Stötzel.

Frühzeitig Voraussetzungen für den Wissenstransfer schaffen

Lothar Sevenich arbeitet seit 1989 bei der KHS und ist seit 21 Jahren Leiter des Bereiches Arbeitssicherheit, Gesundheitsschutz und Umweltmanagement. Am 30. September 2019 wird der 65-Jährige in den wohlverdienten Ruhestand gehen. Der 42-jährige Heiko Stötzel soll Lothar Sevenichs Nachfolger werden. Bereits seit 2016 ist er sein Stellvertreter. „Der Wissenstransferprozess startete mit Vorgesprächen, in denen wir mit dem Gesamtprozess vertraut gemacht wurden und die Bedingungen vereinbarten“, berichtet Heiko Stötzel. „Dabei wurde deutlich, dass wir durch unsere langjährige Zusammenarbeit im Bereich Arbeitssicherheit bereits sehr gute Voraussetzungen für den Wissenstransfer geschaffen hatten.“

Auch implizites Wissen muss greifbar gemacht werden

„Im nächsten Prozessschritt moderierte eine Mitarbeiterin der Personalentwicklung eine Wissensstrukturierung mithilfe einer sogenannten „Jobmap“, erzählt Lothar Sevenich. „Dabei wurden wichtige Erfahrungen und implizites Wissen aus meinem Arbeitsalltag der letzten 15 Jahre durch gezielte Fragen und Anregungen in einer Mindmap-Struktur erfasst und umfassend dokumentiert. Ich hätte nicht gedacht, dass so viele Themen transferiert werden müssen!“ Heiko Stötzel betont: „Die Jobmap ist für mich unheimlich praktisch und wertvoll. So hatte ich von Anfang an eine gute zusätzliche Übersicht über meine zukünftigen Arbeitsbereiche, inklusive hilfreicher Tipps – zum Beispiel zu allen relevanten Ansprechpartnern innerhalb der KHS, aber auch extern.“

Vom Inhalt über Transfermethoden bis zum Zeitplan ist alles wichtig

Basierend auf der Jobmap wird für alle identifizierten Wissensbereiche ein detaillierter Transferplan erarbeitet, der von einer Auflistung der Inhalte über eine Auswahl von geeigneten Transfermethoden bis hin zu einem festgelegten Zeitplan alles beinhaltet, was für den weiteren Wissenstransfer von Bedeutung ist. Im Fall von Lothar Sevenich und Heiko Stötzel wurden die Transferbereiche „Umweltmanagement“, „Betriebliches Vorschlagswesen“, „Arbeitssicherheit“ „Betriebliches Gesundheitsmanagement“ und „Führungsthemen“ identifiziert. Seither arbeiten die beiden kontinuierlich an ihrem Transferplan und überprüfen in moderierten Feedbackgesprächen regelmäßig den Status des Wissenstransfers. So werden das Wissen und die Erfahrungen von Lothar Sevenich langfristig und nachhaltig für die KHS gesichert, genutzt und weiterentwickelt.

Expertise wirkt im Unternehmen weiter

„Es freut mich, dass mein Wissen auf diese Weise dem Unternehmen weiter zur Verfügung steht.“, sagt Lothar Sevenich. Auch Heiko Stötzel bewertet den Know-how-Transfer durchweg positiv: „Der Wissenstransfer gibt mir das gute Gefühl, in der Zukunft nichts zu vergessen und keine unangenehmen Überraschungen zu erleben. Das, was ich von Lothar in der Zeit des Wissenstransfers noch zusätzlich erfahren habe, gibt mir Sicherheit und ist eine super Basis für neue, eigene Ideen.“