Nachhaltigkeitsbericht 2019/20

Höchste Ansprüche unter der Lupe

Qualitäts- & Innovationsmanagement bei KHS

Wir entwickeln und fertigen unsere Abfüll- und Verpackungsanlagen vor dem Hintergrund höchster Qualitätsansprüche und -standards kontinuierlich weiter und sorgen so dafür, dass unsere Kunden entlang ihrer Wertschöpfungskette langfristig zuverlässig und wirtschaftlich produzieren können. Mithilfe unseres konsequenten Qualitätsmanagements setzen wir diese Anforderungen systematisch um. Ziel ist es, dass unsere Maschinen und Komponenten unsere Werke in fehlerfreiem Zustand verlassen und zuverlässig vor Ort in Betrieb genommen werden.

Qualität sichern, fördern und stetig optimieren

Das Qualitätsmanagement steuert zentral alle Angelegenheiten rund um die Prozess- und Produktqualität aller an den Produktionsstandorten gefertigten Maschinen und Komponenten. Wesentlicher Bestandteil sind in- und externe Audits, die das Qualitätsmanagement selbst regelmäßig in den Werken durchführt. Darüber hinaus verantwortet es die jährliche Zertifizierung nach ISO 9001, die alle Produktionsstandorte bis auf den Standort in Suzhou, China, erfüllen.1

Diese systemrelevanten Vorgaben bilden eine Grundlage für die hohen Qualitätsstandards, die wir bei unseren Produkten zugrunde legen. Unser Leistungsversprechen, unser eigener Anspruch in Bezug auf die hohe Qualität unserer Produkte wird dabei durch zahlreiche operative Maßnahmen gestützt und somit dauerhaft sichergestellt: Wir betreuen Lieferanten und prüfen regelmäßig die an sie gestellten hohen Qualitätsanforderungen. Ihre Kundenreaktionen aus regelmäßig initiierten Workshops, persönlichen Gesprächen und einem methodischen Reklamationsmanagement nutzen wir zur Verbesserung des Qualitätsniveaus unserer Produkte.

Als fester Partner des Qualitätsmanagements unterstützt das Prozessmanagement sowohl national als auch international bei der Weiterentwicklung des Unternehmens mithilfe von Prozessmodellen und -organisationen. Des Weiteren führt es Prozessrisikoanalysen durch, aus denen Maßnahmen zur Risikominimierung abgeleitet und dokumentiert werden. Die regelmäßige Schulung von Mitarbeitern an allen Produktionsstandorten gehört ebenfalls dazu.

Kunden fest im Blick

Eine kontinuierliche Qualitätssicherung erfordert eine gute Kenntnis der Kundenanforderungen und -wünsche an unsere Maschinen und Produkte, aber auch der sich schnell ändernden Gesetze und Verordnungen. Dafür führen wir regelmäßig gemeinsame Workshops mit unseren Kunden durch. Themen sind beispielsweise Technologie, Marktgegebenheiten und -trends. Darüber hinaus hilft uns unsere Teilnahme an Messen und Branchentreffen sowie unser Austausch mit dem Key-Account-Management dabei, die Qualitätsanforderungen, die heute und in Zukunft an unsere Abfüll- und Verpackungslösungen gestellt werden, zu kennen. So bieten wir beispielsweise mehr als 170 Umbauten an, die unsere Kunden dabei unterstützen, ihre bestehenden Anlagen über Modernisierungsmaßnahmen neuwertig zu halten, um langfristig kostenbewusst und ressourceneffizient produzieren zu können.

Entwicklungen auf Basis jahrzehntelanger Erfahrung

KHS hat in seiner langjährigen Unternehmensgeschichte eine Vielzahl innovativer Neu- und Weiterentwicklungen für die Getränkeindustrie auf den Weg gebracht. Dieser Anspruch ist bis heute Teil unseres Leitbildes: Intelligente Produktsysteme mit höchster Produktqualität anzubieten, auf welche sich unsere Kunden langfristig verlassen können. Das erfordert ein F&E-Management, das mit eigenen Steuerkreisen auf Schlüsselebenen des Unternehmens verankert ist: Geschäftsführung und Managementebene, Produktentwicklung, Vertrieb, Einkauf und Controlling sind feste Disziplinen dieser Kreise. Sie besprechen sich regelmäßig zu den aktuellen Entwicklungsprojekten und stimmen sich über den weiteren Verlauf ab.

Auf diese Weise werden unsere Projekte von der Genehmigung über den Verlauf bis hin zum Abschluss stets eng begleitet und aus verschiedenen Perspektiven bezüglich Zeit, Kosten und Qualität beurteilt. Zudem gibt es eine jährliche F&E-Roadmap zur Abstimmung und Planung künftiger F&E-Aktivitäten zwischen Technik und Vertrieb. Zur dauerhaften Implementierung dieses Prozesses werden beteiligte Mitarbeiter regelmäßig geschult und über die einzuhaltenden Abläufe informiert.

Für jede Projektidee arbeiten wir frühzeitig einen ganzheitlichen Business Case aus, mit dem wir diese intensiv aus der wirtschaftlichen Perspektive betrachten, bevor das Projekt tatsächlich bearbeitet wird. Nach dem Start des Projekts wird es regelmäßig vorgestellt und auch nach möglichen Abbruchkriterien bewertet. 

Denn unser Grundsatz lautet:
Wir achten sowohl auf einen gezielten Einsatz von Ressourcen und Kapazitäten als auch auf Markt- und Zukunftsfähigkeit, indem wir Ideen und Entwicklungsprojekte zu Beginn und über den gesamten Entwicklungsprozess sehr genau betrachten. 

Dafür nutzen wir auch das Know-how von externen Forschungseinrichtungen und -instituten sowie Ausschreibungen von Ministerien auf Bundes- und Landesebene, die wir auf Projektbasis heranziehen, wenn es darum geht, Themen mithilfe dieser Partner besser und effizienter weiterführen zu können.   

Beispiele zentraler F&E-Projekte im Berichtszeitraum 

 

  1. Forschungsförderungsprojekt
    a. Anwenderorientierter Einsatz von energieeffizienter Antriebstechnik in der Produktion (EnAP)
    Förderung: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie
    Laufzeit: 01.11.2016 bis 31.07.2020 

    Ziel war es, eine Methodik für die energieeffiziente und wirtschaftliche Auswahl von elektromechanischen und pneumatischen Antriebslösungen für vorgegebene Antriebsaufgaben zu erarbeiten. Insbesondere Antriebsstrukturen mit integrierten Energiesparmaßnahmen wurden berücksichtigt, um sowohl zur Modifizierung bestehender als auch neu konzipierter Produktionsanlagen genutzt werden zu können.
     

  2. Entwicklungsprojekte
    Prozessüberwachung 

  • Basic Line Monitoring: Webbasierte Prozessüberwachung zur Steigerung der Linieneffizienz und exakten Erfassung wesentlicher Prozessdaten 

    Energie- und Ressourceneffizienz 

  • Traypapierpacker Innopack Kisters TPP: Umverpackungen aus Papier statt Folie für Getränkedosen 

  • Packlösung für Gebinde ohne Umverpackung: Nature MultiPack: Verkleben der Flaschen und Dosen mit Klebepunkten – jetzt auch mit doppelter Leistung bis zu 90.000 Dosen/Stunde 

    Langlebigkeit 

  • Etikettiermaschine Innoket Neo Flex: neue erweiterbare Etikettierlösung für unterschiedliche Anwendungen. Umbau statt Neuinvestition: Steigerung der Effizienz und Wirtschaftlichkeit, z. B. bei der Flaschenreinigungsmaschine und dort neu konzipierter Flaschenkörbe

 

Die KHS Gruppe erweitert die Produktionskapazitäten in China. Dazu wird in eine neue Produktionsstätte in Kunshan, ebenfalls in der Provinz Jiangsu, investiert, die 2021 die Produktion aufnehmen wird. Dieser Produktionsstandort wird nach den globalen KHS-Standards und -Regeln der Managementsysteme aufgebaut und zum Beispiel nach ISO 9001 zertifiziert.