Nachhaltigkeitsbericht 2017/18

Forschung und Entwicklung

Den internationalen Erfolgen von KHS geht stets intensive Forschungs- und Entwicklungsarbeit voraus. Denn ohne ordentliche Grundlagenarbeit keine Weiterentwicklung – und ohne Weiterentwicklung keine Steigerung der Nachhaltigkeit.

 

Mit unseren Forschungs- und Entwicklungsprojekten wollen wir Mehrwert für unsere Kunden schaffen:

  • Minimierung von eingesetzter Energie, Hilfs- und Betriebsstoffen
  • Reduzierung von Verpackungsstoffen
  • Steigerung der Produktqualität

Alle Ausprägungen unterstützen unsere Kunden bei einer effizienten Produktion und sorgen direkt für Nachhaltigkeit.

Um die Effizienz kontinuierlich zu steigern, entwickeln wir komplett neue Maschinenkonzepte oder setzen auf die konsequente Weiterentwicklung am Markt bewährter Lösungen. Dabei berücksichtigen wir gleichzeitig die dynamischen Markt- und Kundenanforderungen (sogenannter „Market Pull“) sowie die Potenziale neuer Technologien (sogenannter „Technology Push“).

Während der Entwicklung eines neuen Produkts müssen neben den Kundenbedürfnissen stets die Anforderungen aus den unterschiedlichen Abteilungen im Leistungserstellungsprozess berücksichtigt werden. Nachhaltige Lösungen stehen dabei im Fokus, und zwar für unsere Kunden ebenso wie für uns. Durch die Senkung von Betriebskosten aufgrund eines reduzierten Ressourceneinsatzes unterstützen wir das Nachhaltigkeitsbestreben ganz direkt, ebenso wie dies bei optimierten KHS-internen Prozessen etwa im Rahmen von Standardisierungsprojekten der Fall ist.

Wissenschaft und Praxis Hand in Hand

Forschungsförderprojekte nutzt KHS dabei als eine etablierte Plattform, neue technologische Ansätze und Fragestellungen zusammen mit renommierten Universitäten und bekannten Industriepartnern in Hinblick auf einen späteren Produktnutzen zu untersuchen. Ein wichtiger Fokus bei Konsortialprojekten ist dabei stets ein gemeinsames Verständnis von Projektzielen und erwarteten Ergebnissen. Die Zusammenarbeit im Konsortium ermöglicht das Nutzen von verteiltem Know-how und fördert einen Lernprozess für alle Beteiligten. Zu den jüngsten Projekten zählen beispielsweise

  • DnSPro – Dezentral kooperierende, sensorbasierende Subsysteme für Industrie-4.0-Produktionsanlagen: Das allgegenwärtige Thema Industrie 4.0 wurde hier exemplarisch im Kleinen im Anwendungsbeispiel einer Flaschenfüllung ganz konkret umgesetzt. Es sind bereits zwei praxisrelevante Patentanmeldungen erfolgt. Das Projekt wurde vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert.
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  • CyProAssist: Hier steht die Interaktion von Mensch und Maschine im Vordergrund. Die Digitalisierung ermöglicht neue Funktionalitäten und Mehrwerte, die Maschinen und Anlagen sukzessive verändern und etwa die Prozessüberwachung und Maschinendiagnose vereinfachen. Hier gehen wir insbesondere den Fragen nach, was der relevante Mehrwert für unsere Kunden ist und welches Geschäftsmodell sich daraus für uns ergibt. Unser Ziel ist es, mithilfe von künstlicher Intelligenz selbstlernende und -optimierende Maschinen für einen hocheffizienten Betrieb zu entwickeln, die den Menschen nicht überflüssig machen, sondern ihn bestmöglich unterstützen. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert.
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  • DC-Industrie – Intelligentes offenes Gleichstromnetz in der Industrie für hocheffiziente Systemlösungen mit elektrischen Antrieben: Wir betrachten gemeinsam mit namhaften Industriepartnern eine Anlagenkonfiguration mit einem intelligenten offenen Gleichstromnetz. Ziel ist es, die Stromversorgung industrieller Anlagen über ein smartes, offenes Gleichstromnetz neu zu gestalten und die industrielle Energieversorgungsarchitektur zu digitalisieren. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert.
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  • EnAP – Anwenderorientierter Einsatz von energieeffizienter Antriebstechnik in der Produktion: Hier steht die Optimierung von Antriebslösungen im Fokus. In Kooperation mit Firmen und Instituten werden Energiesparkonzepte und Anlagenoptimierungsverfahren erarbeitet, die in pneumatisch und elektrisch betriebenen Handhabungssystemen zum Einsatz kommen können. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert.
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Zusammenfassend lässt sich sagen, dass alle aktuellen Förderprojekte der KHS in den relevanten Forschungsfeldern liegen und direkte, greifbare Ergebnisse liefern, die perspektivisch in die Entwicklung neuer Maschinen einfließen. Ein weiterer Nutzen liegt in der Weiterbildung unserer Mitarbeiter und Kollegen, die neue Impulse und Ideen im Sinne einer kontinuierlichen Verbesserung (KVP) oft auch direkt umsetzen können.

Als Komplettanbieter profilieren

Selbstverständlich ist die Kernkompetenz von KHS, unseren Kunden eine Rundum-Beratung für komplette Anlagen zu bieten, heute gefragter denn je. Angesichts der wachsenden Vielfalt der Getränke- und Verpackungsvarianten – etwa Craft Biere und Craft Drinks – ist in vielen Fällen eine immer flexiblere Nutzbarkeit von Linien gefordert, sowohl im täglichen Betrieb als auch in der mittelfristigen Wandlungsfähigkeit. Die Anlagen sollen beispielsweise künftig zusätzliche Formate verarbeiten können oder um neue Technologien etwa im Bereich Verpackungen erweiterbar sein. Wir verfolgen einen modularen Aufbau von Systemlösungen, um unseren Kunden jeweils passgenaue und gleichzeitig wirtschaftlich attraktive Lösungen anzubieten.

Angefangen von der Beratung während der Auslegung einer Linie bis zum Betrieb setzen wir gemeinsam mit unseren Kunden konsequent auf Nachhaltigkeit. Durch den effizienten Einsatz von Energie, Medien und Betriebsstoffen sowie eine optimierte Verpackungsgestaltung schaffen wir gemeinsam Mehrwert. Auch intern gehen wir selbst mit gutem Beispiel voran: So nutzt KHS seit 2016 beispielsweise an allen deutschen Standorten ausschließlich aus Wasserkraft erzeugten Strom. Dadurch haben wir die verursachten CO2-Emissionen um ca. 9.000 Tonnen jährlich reduziert.

Nachhaltigkeit bei KHS bedeutet für mich, dass wir weltweit die Lebensqualität von Menschen durch hygienisch hergestellte, verarbeitete und verpackte Getränke steigern – oder erst ermöglichen. Gleichzeitig arbeiten wir alle jeden Tag daran, den dafür notwendigen Einsatz von Ressourcen zu reduzieren.

Dr.-Ing. Matthias Schopp
Leiter Querschnittsfunktion Engineering Systems
KHS GmbH