Nachhaltigkeitsbericht 2019/20

Energie- und Ressourceneffizienz durch optimierte Produktion

Wenn es um den effizienten Einsatz von Energie und Ressourcen geht, stellen unsere Produktionsprozesse einen wesentlichen Hebel dar. Insbesondere die Optimierung der Schritte zur Produktion der Maschinen hat bedeutende Auswirkungen auf die gesamte Umweltbilanz: Je kürzer die Fertigungs- und Montagedurchlaufzeiten sind, desto energie- und ressourcenschonender ist unter dem Strich auch die Produktion als Ganzes. Aus diesem Grund haben wir unser Augenmerk gleichermaßen auf den Materialfluss in der Produktion sowie den Einsatz der Verbrauchsmedien gelegt.

Lassen sich bei der Produktion von Bauteilen mehrere Fertigungsschritte auf nur einer Maschine durchführen, wird erheblich weniger Ressourceneinsatz benötigt als bei der Produktion auf mehreren Fertigungsmaschinen. Dies haben wir mit unserer neuen Blechfertigung erreicht: In einem fast vollständig neuen Maschinenpark fasst zum Beispiel eine Stanz-Laser-Kombination verschiedene Arbeitsvorgänge mehrerer Maschinen in einer Maschine zusammen. Dadurch werden automatisch Ressourcen gespart und der innerbetriebliche Transportbedarf wird reduziert. Der neue Maschinenpark reduziert darüber hinaus signifikant den Energie- und Medienverbrauch (industrielle Gase).

Mit einer 3D-Simulation der Blechbiegeprozesse wird im Vorfeld der Fertigung eine Plausibilitätsprüfung und Validierung durchgeführt. Der so technisch vorgeklärte Prozess führt zu deutlich geringerem Ausschuss. Darüber hinaus sorgt eine energieeffiziente Fördertechnik im Blechlager dafür, dass teilweise Energie rückgewonnen werden kann. Mit diesen Maßnahmen sorgen wir dafür, dass unsere Kunden ihre Produkte in bester Qualität, ressourcenschonend und im Zeitplan erhalten.

Mit unserer neuen zentralen nach W3 zertifizierten Schweißrauchabsauganlage im Product-Center Teile am Standort Dortmund haben wir in eine energieeffiziente Anlage nach dem neuesten Stand der Technik investiert. Diese verfügt über eine mittels Frequenzumrichter gesteuerte Absaugleistung: Die Absaugleistung und damit einhergehender Energieverbrauch passen sich somit in Echtzeit der aktuellen Fertigungsauslastung an. Mit der Anlage haben wir die Möglichkeit, die abgesaugte Luft mit entsprechender Reinheit aufzubereiten und diese dem Produktionssystem in Form eines geschlossenen Kreislaufs wieder zuzuführen. In den kalten Monaten kann durch die Nutzung der Abwärme zudem weitere Heizenergie in den Produktionshallen eingespart werden. Die Anlage wird gemeinsam für die Fertigung von Bauteilen für Flaschenreinigungs- und Pasteurisationsmaschinen genutzt – ein weiterer integrativer Fabrikplanungsansatz, der für Synergien und Kosteneffizienz sorgt.

Wir haben zudem die räumliche Konsolidierung der Product-Center Reinigungsmaschinen und Pasteure sowie Transporttechnik in Dortmund vorangetrieben, um den innerbetrieblichen Transportaufwand und den damit verbundenen Ressourceneinsatz zu verringern. Dies stellt einen wesentlichen Beitrag zur nachhaltigen Ausrichtung von Transport und Logistik dar.

Kreislaufführung, Mülltrennungskonzept und Mehrwegladungsträger

Einen weiteren bedeutenden Beitrag zur Ressourcenschonung streben wir mit der Umstellung auf umweltschonende Materialien, Kreislaufführung und Abfallvermeidung sowie mit der Reduktion oder Vermeidung von Schadstoffeinträgen an. Hier haben wir beispielsweise detaillierte Konzepte zur Mülltrennung im Produktionsprozess erarbeitet und umgesetzt, die unsere Energieverbräuche reduziert haben. Im Jahr 2019 wurde etwa ein neues Mülltrennungskonzept für die Produktion entwickelt und in zwei Pilotbereichen am Standort Dortmund eingesetzt.

Weitere Maßnahmen sind beispielsweise ein vermehrter Einsatz von Mehrwegladungsträgern, um Verpackungsmaterial und -abfälle zu reduzieren sowie die Nutzung eines Schweißroboters für Großteile am Produktionsstandort Bad Kreuznach, der zum einen eine Reduzierung der Materialstärken des Rohmaterials ermöglicht und zum anderen den Einsatz der dafür erforderlichen Schweißmedien reduziert.

Ausblick: Insgesamt sollen mit diesen Maßnahmen die Produktionssysteme an den verschiedenen nationalen und internationalen Standorten vor dem Hintergrund eines weltweiten Produktionskonzeptes weiter harmonisiert werden.