Nachhaltigkeitsbericht 2019/20

Logistik und Verkehr unter der Nachhaltigkeits-Lupe 

Hoher Stellenwert einer optimalen Planung

Um Belastungen für Mensch und Umwelt zu vermeiden, verfolgt KHS das Ziel, den Transport- und Personenverkehr und damit Treibhausgas- und Schadstoffemissionen weiter zu reduzieren. Zu diesem Zweck legen wir großen Wert darauf, den Warenverkehr entlang unseres Einflussbereichs der Lieferkette optimal zu planen und zu koordinieren. Durch zeitnahe Planungen lässt sich beispielsweise Luftfracht vermeiden, die nicht nur hohe Emissionen, sondern auch erhebliche Kosten verursacht. Eine wichtige Maßnahme ist außerdem, dass wir diverse Transporte kombinieren, um Leerfahrten zu vermeiden. Hierfür haben wir unser Netzwerk optimiert und sind stets im regen Austausch mit unseren Spediteuren, um das Optimum an Auslastung zu erreichen. Unsere eingesetzten Logistikpartner überprüfen wir dabei regelmäßig auf Nachhaltigkeit, da diese für uns eine notwendige Voraussetzung für die Zusammenarbeit darstellt.

Um eine größtmögliche Effizienz zu erreichen, werden sämtliche interne und externe Prozesse von uns kontinuierlich digitalisiert. Der Einsatz neuer IT-Tools verhindert darüber hinaus unnötige Dokumentationen auf Papier. Neu im Bereich Transport/Logistik ist, dass wir einzelne Projekte größeren Volumens mit Hilfe eines CO2-Rechners kalkulieren, um die Auswahl der Transportmittel zu optimieren. Auch die Speditionen, mit denen wir zusammenarbeiten, legen verstärkt Wert darauf und lassen sich die erzielten Leistungen im Bereich CO2-Reduktion teilweise bereits auditieren. Für den Berichtszeitraum stehen noch keine vollständigen und dezidierten Daten zu dem Verkehrsaufkommen und den -trägern in der Logistik zur Verfügung, werden aber in den kommenden Jahren in einen systematischen Datenerhebungsprozess überführt.

Für den Versand selbst konsolidieren wir sämtliche zum Projekt gehörenden Materialien sinnvoll und ressourcensparend. So nutzen wir wiederverwendbare Verpackungen aus langlebigen Materialien für den Versand der Maschinen: beispielsweise Paletten oder Materialien für die Einhausung und Umverpackung der Maschinen zum Transport.

Fuhrpark, Dienstreisen und Pendelverkehr der Mitarbeiter

Der eigene Fuhrpark der KHS Gruppe (Deutschland) wird von unserer Zentrale in Dortmund verwaltet und besteht aus 328 Fahrzeugen (davon 261 Dienstfahrzeuge und 67 im Pool). Derzeit besteht der Pool zu 90 Prozent aus Dieselfahrzeugen. Diese sollen perspektivisch unter Berücksichtigung der Anforderungen an die Infrastruktur und den Kostenaufwand durch alternative, umweltschonendere Antriebskonzepte abgelöst werden. In der Prüfung sind die neuen Modelle der E- oder Wasserstofffahrzeuge.

Die Dienstreisen unserer Mitarbeiter werden mittels eigener, geleaster und aus dem Fuhrpark bereitgestellter Pkws, mit der Bahn und dem Flugzeug wahrgenommen. Um die Anzahl der Dienstreisen weiter zu reduzieren, arbeiten wir kontinuierlich an der Implementierung von Videokonferenzsystemen. Mit der erweiterten Erfassung der Reisedaten wollen wir künftig Potenziale für die Einsparung von Dienstreisen und eine Verlagerung auf umweltschonende Verkehrsträger erschließen.

Im Bereich Pendelverkehr fördern wir eine Sensibilisierung und Eigenverantwortung unserer Mitarbeiter. Gemeinsame Aktionen wie „Mit dem Rad zur Arbeit“ kommen dabei nicht nur der Umwelt, sondern auch der Gesundheit und Fitness der Kollegen zugute.